Ein Tunnel der Superlative Beim Bau des längsten und tiefsten Eisenbahntunnels der Welt, dem Gotthard-Basistunnel in der Schweiz, war auch MicroStep-Technologie im Einsatz

Publiziert 06.06.2016 / Corporate / Erich Wörishofer
Der Gotthard-Basistunnel wurde mithilfe von MicroStep-Maschinen realisiert

Die Zahlen und Rekorde sind beeindruckend: der mit 57 Kilometern längste und mit bis zu 2300 Metern tiefste Eisenbahntunnel der Welt wurde nun eingeweiht und revolutioniert somit künftig den Bahnverkehr zwischen Nord- und Südeuropa. Mit der Agir Aggregat AG und der Marti Technik AG waren zwei Fachunternehmen an der Realisierung beteiligt, die zur Fertigung ihrer Spezialprodukte auf MicroStep-Technologie vertrauen.


Es ist ein Bauprojekt der Superlative und für die Infrastruktur Mitteleuropas ein Meilenstein: Nach 17 Jahren Bauzeit wurde nun der Gotthard-Basistunnel mit großen Feierlichkeiten eröffnet. Der mit 57 Kilometern längste Eisenbahntunnel der Welt führt durch das Gotthardmassiv in der Zentralschweiz von der Ortschaft Erstfeld im Norden nach Bodio im Kanton Tessin im Süden. Er gilt als das Herzstück der neu ausgebauten Bahnstrecke zwischen Nord- und Südeuropa.


Nicht nur die Länge des Tunnels ist beeindruckend. Der neue Basistunnel ist auch der tiefste Tunnel der Welt, da er unter bis zu 2300 Metern Gestein verläuft. Höchste Ingenieurs- und Planungskunst war hierzu notwendig, modernste Technik wurde eingesetzt, um dieses Mammutprojekt mit äußerster Präzision zu stemmen. 28,2 Millionen Kubikmeter Gestein wurden größtenteils mit Bohrmaschinen durchbrochen, mussten hin- und später teils als Beton wieder zurück befördert werden. 2400 Arbeiter waren hierfür im Einsatz.


Am Bau des Projekts waren auch zwei außergewöhnliche Fachbetriebe vielfältig beteiligt, die auf MicroStep-Technologie setzen: die Agir Aggregat AG und die Marti Technik AG.


2.000 Tonnen Material stündlich aus dem Tunnel befördert

Die Agir Aggregat AG mit Sitz in Affoltern am Albis im Kanton Zürich ist Mitglied der international tätigen Agir Gruppe. Zum Leistungsangebot gehören Materialaufbereitung, Transportlogistik, Außenanlagen, Tunnelbandanlagen oder Wasseraufbereitung. Beim Aushub der neuen Flachbahnstrecke kümmerten sich die Spezialisten um den Abtransport des Gesteins. Bis zu 2.000 Tonnen Ausbruchmaterial galt es stündlich von den Tunnelfräsen abzunehmen, zu klassieren und zu verteilen – und das 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Mehrere Millionen Tonnen Aushub wurden befördert; eine Menge, die bei einem einmaligen Transport einen Güterzug der Strecke von Basel bis New York City benötigt hätte.


Höchste Präzision für den dauerhaften, reibungslosen Ablauf war dabei entscheidend. Der Bau der Anlagen wurde unter anderem mit einer SPL Plasmaschneidanlage von MicroStep realisiert, die 2008 bei der Agir Aggregat AG in Betrieb genommen wurde. Die konzipierte Schneidlösung verfügt über eine Netto-Arbeitsfläche von 9000 x 2000 mm, eine manuelle Brennerverstellung bis 45° und einem Schacht zum Bearbeiten von Trägern oder Profilen bis 500 mm Durchmesser.


Ebenfalls auf MicroStep-Technologie vertraut die global agierende Marti Technik AG. Sie ist ein gefragter Problemlöser in Sachen Schalungsbau und Fördertechnik und seit ihrer Gründung 2002 in Moosseedorf, bei Bern, beheimatet. Vorwiegend Prototypen und Kleinserien werden für die speziellen Aufgaben mit der CNC-Schneidanlage des Weltmarktführers im automatisierten Plasmaschneiden angefertigt. Die Marti Technik AG hat ein multifunktionales 3D-Schneidcenter im Einsatz, welches auf einer Arbeitsfläche von 12.000 x 2.000 mm das Plasmaschneiden oder autogene Brennschneiden ermöglicht. Mit diesen Schneidtechnologien können auch in einem Schacht mit 500 mm Profile und Rohre bearbeitet werden. (Hier geht es zum Bericht)


Förderbandanlagen für beinahe 17 Millionen Tonnen Gestein

Die Arbeiten, die der Schalungsspezialist rund um den Bau des Gotthard-Basistunnels erledigte, waren umfangreich. Förderbandanlagen für den Transport von 16,9 Millionen Tonnen Material wurden gefertigt und verbaut, dazu kamen noch etliche Kilometer unterschiedlichster Schalungen und zudem noch ein großes Netz an Lüftungssystemen.


In Betrieb genommen wird das Schienennetz unter den Alpen im Dezember 2016.


ZAHLEN UND FAKTEN ZUM GOTTHARD-BASISTUNNEL


Historie

1882 Eröffnung des Gotthard-Scheiteltunnels

1947 Erste Entwürfe für einen Basistunnel zwischen Amsteg und Bodio

1999 Beginn des Hauptvortriebs im Gotthard-Basistunnel

2002 Erste Tunnelbohrmaschine kommt im Gotthard-Basistunnel zum Einsatz

2010 Hauptdurchschlag im Gotthard-Basistunnel

2016 Eröffnung des Gotthard-Basistunnels


Die Fakten

Länge: 57 km (längster Eisenbahntunnel der Welt)

Gesamtlänge aller Röhren: 152 km

Maximale Felsüberdeckung: 2300 m

Bauzeit (ohne Sondierungen): 17 Jahre

Ausbruchmaterial: 28,2 Mio. t

Kosten des Gotthard-Basistunnels: Elf Milliarden Euro

Tunnelkapazität: bis zu 260 Güterzüge sowie 65 Personenzüge pro Tag

Maximale Geschwindigkeit: Güterzüge 160 km/h; Personenzüge 250 km/h

Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels: 11. Dezember 2016

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