Doppelmayr vertraut erneut auf MicroStep-Technologie

Neueste Technologie für höchste Qualitätsansprüche

Doppelmayr vertraut erneut auf MicroStep-Technologie

Mit zwei hochmodernen Portalschneidanlagen erreicht der Seilbahnbau-Spezialist eine neue Stufe der Qualität und Automatisierung

Publiziert 07.03.2016 | Erich Wörishofer

Mit ihren Seilbahnen erschließt die Doppelmayr Gruppe auf dem gesamten Globus Natur in luftigen Höhen – und realisiert innovative Verkehrskonzepte in großen Metropolen weltweit. In der Fertigung vertraut der Seilbahn-Spezialist seit 15 Jahren auf das Wissen und den Service von MicroStep. Um für die Anforderungen der Zukunft bestens gerüstet zu sein, wird Mitte des Jahres die bestehende 60 Meter lange Fertigungsstraße im Bereich Zuschnitt grundlegend modernisiert. Das Ziel: ein noch höheres Level der Qualität und der Automatisierung.

15 Minuten dauert die Fahrt zum „Dach Indochinas“, wie der Fan Si Pan genannt wird. Die mit 3143 Metern höchste Erhebung Vietnams ist ein bedeutendes Reiseziel des Landes. Seit wenigen Tagen lässt die nun längste Dreiseilbahn der Welt Touristen zum Gipfel schweben. Die internationale Doppelmayr Gruppe realisierte dieses Weltrekord-Projekt mit seinen 6326 Metern Fahrtlänge, das auch noch mit 1410 Metern den größten Höhenunterschied der Erde überwindet. Dies ist nur eines von zahlreichen atemberaubenden Projekten, die der Marktführer im Seilbahnbau seit Jahrzehnten umsetzt. Immer innovativ, immer die Grenzen des Machbaren verschiebend.

Mit den Seilbahnen können Naturfreunde Gipfel wie den Mont Blanc erklimmen, Stadtbewohner die hügeligen Passagen der kolumbianischen Hauptstadt Bogota überwinden oder Olympioniken im südkoreanischen Pyeongchang 2018 zu ihrer Gold-Strecke reisen.

Präzision und Robustheit gefragt bei den Produkten

Um die hochkomplexen Seilbahnsysteme für einen sicheren, zuverlässigen und langlebigen Gipfelsturm auszulegen, ist ein Höchstmaß an Präzision und Qualität notwendig – von der ersten Planung bis zur endgültigen Montage. Für den Zuschnitt seiner Werkstücke vertraut Doppelmayr daher seit mehr als 15 Jahren auf Schneidtechnologie von MicroStep. Denn 2001 implementierte der Weltmarktführer im automatisierten Plasmaschneiden eine 60 Meter lange Fertigungsstraße mit diversen Technologien. Die Firma Doppelmayr nutzte die technologischen Möglichkeiten, um am Standort im österreichischen Wolfurt Innovationen voranzutreiben und ihre Vorreiterrolle weiter auszubauen.

Die Doppelmayr Gruppe erklimmt mit ihren Seilbahnen Gipfel.  
Doppelmayr vertraut seit 15 Jahren auf die Technologie und das Wissen von MicroStep.

Modernste Technologie für die Innovationen der Zukunft

MicroStep realisierte eine Fertigungsstraße mit insgesamt sechs Portalen zum Plasmaschneiden, zum autogenen Brennschneiden, zum Bohren und zum Wasserstrahl-Beschriften. 15.000 Tonnen Stahl werden seitdem jährlich auf der Anlage bearbeitet. Der damalige Wunsch der Firma Doppelmayr: Steuerung, Maschine und Software sollten von einem Hersteller sein, um auf lange Sicht die technischen Möglichkeiten zu besitzen, die weltweite Vorreiterrolle weiter auszubauen. „Das konnten nicht viele Hersteller bieten. Wir haben uns dann für die mutige, weil damals noch unbekannte Variante entschieden. Damit sind wir sehr gut gefahren“, betont Walter Eberle vom Team Fertigungsplanung. In der 15 Jahre währenden Zusammenarbeit der beiden Marktführer war Eberle dabei, begleitete die stetigen Modernisierungen und Erweiterungen an der Portalanlage.

Über die bisherige Partnerschaft hinaus bleibt MicroStep ein wichtiger Begleiter des Seilbahn-Spezialisten, dessen Wurzeln im 19. Jahrhundert liegen. Auch künftig setzt die Doppelmayr Gruppe auf das Know-how von MicroStep im Umgang mit maßgeschneiderten Projekten und seinen exzellenten Service – eine große Modernisierungsmaßnahme in der Produktion steht an.

Erneuerung der 60 Meter langen Fertigungsstraße

Ab Mitte 2016 werden die beiden ältesten Schneidportale der 60 Meter langen Fertigungsstraße ausgetauscht und durch hochmodernste multifunktionale CNC-Schneidportale der MG Baureihe ersetzt. Für die Abarbeitung exakter und schneller Schneidaufgaben bei großen Materialstärken wird das 1. Portal mit vier vollautomatischen Autogenbrennern ausgestattet.

Einen Quantensprung in der Produktion im Bereich Geschwindigkeit und Flexibilität verspricht sich die Doppelmayr Gruppe vom 2. Portal: ein Plasma-Rotator zum Fasenschneiden sowie zwei Autogen- und ein Plasmabrenner werden für einen Arbeitsbereich von 14.000 x 3.000 mm aufeinander abgestimmt. „Wir sind uns sicher, dass wir mit dieser Neuanschaffung einen Sprung nach vorne machen in Sachen effizienter Produktion. Die Technologie haben wir bei zwei Referenzbesuchen unter die Lupe genommen. Das Fasenschneiden ist so hochqualitativ, dass wir beim automatisierten Roboterschweißen keine Qualitätseinbußen haben sollten. Uns geht es vorrangig um die weitere Automatisierung unserer Fertigung“, sagt Walter Eberle. Der MicroStep R5 Rotator ermöglicht Fasen bis zu 50° beispielsweise für die Schweißnahtvorbereitung und dank automatischer Kalibriereinheit auch eine präzise und dauerhafte Wiederholbarkeit der Arbeitsschritte. Eberle blickt positiv nach vorne. „Die Zusammenarbeit mit MicroStep passt. Diese wollen wir künftig weiter vertiefen.“

INTERVIEW: „Bei Doppelmayr haben wir Pionierarbeit geleistet“

Igor Mikulina, Geschäftsführer der MicroStep Europa GmbH, erzählt im Interview von den Besonderheiten der engen Zusammenarbeit von MicroStep mit Doppelmayr. Seit 15 Jahren vertraut der Weltmarktführer im Seilbahnbau auf die technologische Kompetenz von MicroStep. „Die Lösungen, die wir für diesen wichtigen Kunden ermöglicht haben, waren und sind revolutionär“, so Mikulina. Im Rückblick zähle die Zusammenarbeit sicherlich zu den herausragenden Projekten, die MicroStep um die Jahrtausendwende herum realisiert hat. „Da haben wir Pionierarbeit geleistet“, sagt der Geschäftsführer des Weltmarktführers im automatisierten Plasmaschneiden. Lesen Sie hier das komplette Interview: zum Interview…

„Das konnten nicht viele Hersteller bieten. Wir haben uns dann für die mutige, weil damals noch unbekannte Variante entschieden. Damit sind wir sehr gut gefahren.“

 

Walter Eberle

Fertigungsplanung, Doppelmayr

 

 

News Produktkatalog CompetenceCenter